
Blumen und Pflanzen leiden im Sommer unter den hohen Temperaturen. Um sie zu schützen, sollten einige einfache Regeln befolgt werden. Genau wie im Winter, wenn Frost und niedrige Temperaturen den Pflanzen schaden, kann auch die starke Sonneneinstrahlung im Sommer ernsthafte Schäden verursachen. Besonders gefährdet sind Blumen in Töpfen, da das Wasser hier schneller verdunstet.
Um das Austrocknen zu verhindern, ist in heißen Klimazonen wie dem Mittelmeerraum ein automatisches Bewässerungssystem unverzichtbar. Ein Tropfbewässerungssystem ist besonders effizient, da es die Feuchtigkeit gezielt und regelmäßig liefert. Es kann je nach Bedarf bis zu dreimal täglich eingestellt werden, um das Substrat feucht und die Pflanzen frisch zu halten. Pflanzen wie Sukkulenten sind die einzigen, die auch ohne automatische Bewässerung gut überleben können.
Wenn kein Bewässerungssystem vorhanden ist, sollten Sie die Pflanzen in den frühen Morgenstunden oder am Abend gießen, wenn die Temperaturen niedriger sind. Das Gießen in der Mittagshitze ist zu vermeiden, da das Wasser dann nicht bis zu den Wurzeln vordringen kann.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Sonnenschutz. Besonders in den heißesten Stunden des Tages sollten die Pflanzen nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Rosen, die zu viel Sonne abbekommen, laufen Gefahr, ihre Blütenblätter zu verbrennen und zu verblassen. Planen Sie Ihren Garten so, dass größere Pflanzen kleineren Schatten spenden. Diese natürliche Beschattung kann die Umgebungstemperatur um bis zu 6 Grad senken.
Auch das Anlegen von Schattenplätzen mit Kletterpflanzen und Rankhilfen ist eine effektive Methode, um Ihre Pflanzen vor zu viel Sonne zu schützen. In kleineren Gärten ist es ratsam, die Pflanzen auf der Nordseite zu platzieren, um sie vor übermäßiger Sonneneinstrahlung zu schützen.
Eine weitere effektive Maßnahme ist das Mulchen. Ein Mulchschicht aus organischem Material auf dem Boden oder in Töpfen verhindert, dass die Sonne das Substrat austrocknet, und reduziert die Verdunstung. Zudem bleibt der Boden kühler und es gibt weniger Unkrautprobleme. Materialien wie Holzschnitzel, Kompost, Grasschnitt oder Stroh eignen sich hervorragend zum Mulchen und sind in jedem Garten leicht verfügbar. Besonders Stroh ist einfach auszubreiten und reflektiert die Sonnenstrahlen, während es die Feuchtigkeit im Boden hält.